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Auf dem Fahrrad von Bayern nach Tirol

Unterwegs auf der Via Bavarica Tyrolensis
Sie ist 220 Kilometer lang und ein Traum für Genussradler: die Via Bavarica Tyrolensis. Der grenzüberschreitende Fernradweg verbindet München mit Tirol. Von der pulsierenden weiß-blauen Landeshauptstadt schlängelt sich der Radweg durch die herrliche Voralpenlandschaft bis in die Höhenlagen der Tiroler Gebirgswelt und ins Inntal. Die Radler können auf dem Fernradweg zwischen zwei Routen wählen: entweder sie strampeln auf gepflegten Radwegen von München aus durchs Isartal und vorbei am Sylvensteinspeicher, oder sie radeln auf Teilen des M-Wasserweges und entlang des Tegernsees bis zum Achensee und weiter ins Inntal. Entlang der ganzen Strecke gibt es genügend Anlässe für Zwischenstopps. Kaum ein anderer Fernradweg bietet so ein reiches Angebot an Natur, Kultur, Wellness und kulinarischen Gaumenfreuden. Die Via Bavarica Tyrolensis verbindet drei Ferienregionen: Die Ferienregion Tegernsee-Schliersee-Wendelstein, das Tölzer Land und die Region Achensee. Wer von München aus den M-Wasserweg wählt, gelangt zunächst in den Landkreis Miesbach. Das Tegernseer Tal und die Schliersee-Wendelstein-Region gehören zu den schönsten Ferienregionen in Deutschland. Bekannte Urlaubsorte wie Tegernsee, Rottach-Egern, Schliersee oder Bad Wiessee sind durch unterschiedliche Charakteristika geprägt. Wer hier einen Stopp einlegt, kann in Bad Wiessee einen Abstecher in die neue Spielbank machen, auf luxuriösen Einkaufsmeilen in Rottach-Egern schlendern, in Bad Wiessee einen Gesundheitstag im Jod- und Schwefelbad einlegen, in Schliersee eine Runde um den See Nordic Walken, am Spitzingsee wandern, oder bei Bayrischzell mit der Gondel auf den Wendelstein hinauf schweben. Die Route durchs Isartal führt ins Tölzer Land. Schmale Landstraßen, die durch grüne Hügel verlaufen, gemütliche Biergärten, gesunde Luft, das ist typisch für diese Region. Die Isarauen bei Wolfratshausen und schmucke Orte wie Bad Tölz der historischen Marktstraße sind auf der Via Bavarica Tyrolensis einen Zwischenhalt wert. Bei Lenggries, der Heimat unserer Skistars Martina Ertl und Hilde Gerg, lohnt sich ein Abstecher zum Alten Kalkofen am Isarufer, zum Schloss Hohenburg und auf den Kalvarienberg, oder ein Ausflug mit der Seilbahn aufs Brauneck. Einen Besuch wert ist auch das Kloster Benediktbeuern. Es ist das älteste Kloster Oberbayerns mit herrlichen Open Air-Konzerten im Sommer und dem Zentrum für Umwelt und Kultur, das jährlich zum Natursommer im Loisachtal einlädt. Weiter führt diese Strecke über den Sylvensteinsee. Zwischen Rosskopf, Jägerbergl und Hühnerberg windet sich der Weg bis zum Fluss Walchen. Von dort aus geht es nach Tirol zum Achensee. Türkisgrün bis ultramarinblau glitzert das Wasser, der See liegt wie ein Fjord eingebettet zwischen Karwendel-Gebirge und Rofan-Gebirge. Hier lockt im Sommer der Wassersport. Segler, Surfer und Kitesurfer freuen sich über ideale Wasserverhältnisse und zuverlässige Winde. Wanderer haben rund um den Achensee die Qual der Wahl: 500 Kilometer bestens gepflegte Wanderwege machen die Region zu einer der attraktivsten Wanderregionen in den Alpen. Nicht fehlen darf ein Zwischenstopp auf der Radltour, um mit der Achensee-Dampfzahnradbahn zu fahren. Die älteste noch in Betrieb befindliche Dampfzahnradbahn Europas führt von Jenbach nach Eben. Über Maurach führt die Via Bavarica Tyrolensis weiter ins Inntal nach Wiesing. Hier kann man mit dem Rad oder mit der Bahn über Kufstein und Rosenheim die Heimfahrt antreten.
Weitere Infos unter: www.via-bavarica-tyrolensis.com
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