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Der Spielstadl für Kinder auf dem Bauernhof

TBO und Landwirte entwickeln neue Angebote
Der Tourismusverband Bayerisches Oberland (TBO) zusammen mit Tourisikern aus den Gemeinden und die Bauern im Landkreis Miesbach wollen gemeinsam ein neues Urlaubsangebot entwickeln. Leerstehende oder wenig genutzte Stadl könnte man sehr gut zu „Spiel-Stadln“ für die die Kinder ausbauen, meinen zahlreiche Landwirte und TBO-Geschäftsführerin Erika Schultes. Unterstützung kommt für diese Idee auch vom Amt für Landwirtschaft in Miesbach. „Es ist schön, wenn man die Kinder auf diese Art und Weise an die Landwirtschaft heranführen könnte, und die Bauern hätten mit dem Tourismus ein zweites Standbein“, sagt Rüdiger Obermaier, zuständig im Amt u.a. für die ländliche Entwicklung und Vermarktung. Wie ein Spielstadl aussehen könnte, erfuhren Rüdiger Obermaier, Erika Schultes und einige Landwirte bei einem Besuch im Nachbarlandkreis Rosenheim. Georg und Lisa Niedermeier haben ihren leerstehenden Stadl im Berndlschneider Hof in Mietraching zu einem wahren Kinderparadies umgebaut: Im Hasendorf tummeln sich die Kaninchen zwischen Heu und Stroh und dürfen gestreichelt werden, im ehemaligen Silo steht ein Kindertrampolin, und viel Spaß haben die Kinder auch beim Basteln mit Riesen-Lego, Tischkegeln und beim Kicker. Wer will, darf sich auch die 40 Kühe im Stall anschauen. „Unseren Stadl vermieten wir für Kinder- und Familienfeste, Betriebsfeiern und für Spielgruppen“, erzählt Georg Niedermeier. Das Angebot kommt gut an –zwischen März und Oktober ist der Stadl mehrmals die Woche ausgebucht. Eine schöne Küche gibt es ebenso wie einen bunt gestalteten Sitzbereich mit großen Tischen und vielen Stühlen. „Für uns ist das ein guter Nebenwerb“, erklärt Niedermeier.
Die Landwirte aus dem Landkreis Miesbach waren von der Idee eines „Spielstadls“ begeistert. Gertrud Hofer, die Kreisvorsitzende der Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof“, hat für ihren Hof in Fischbachau bereits die Genehmigung für einen Spielstadl beantragt. Besonders am Wochenende will sie Familien mit Kindern ein Angebot machen. „Schon jetzt kommen Anfragen von Hotels, die ihre Gäste mit Kindern für einen Tag auf den Bauernhof schicken wollen, und wo sonst kann ein Kind mehr Fantasie entwickeln als auf einem Bauernhof?“ Angelika und Johann Prem bieten auf ihrem Bauernhof „Da Hennerer“ in Schliersee bereits ein Cafe und eine Direktvermarktung mit regionalen Produkten an. Ein Spielstadl wäre da eine gute Ergänzung, meint Angelika Prem. „Wir wollen auf jeden Fall etwas für die Kinder anbieten. Wir leben in einer so schönen Natur, da kann mit bei schlechtem Wetter drin spielen, und sonst draußen Wurzeln oder Steine suchen – Kinder brauchen nicht viel, um glücklich zu sein.“ Stefan Poschenrieder aus Bad Wiessee will auch mitmachen. „Ich überlege mir, auf meinem Baierhof im Ortsteil Holz eigene Kindernachmittage anzubieten.“ TBO-Geschäftsführerin Erika Schultes sieht im Spielstadl-Konzept eine wertvolle Bereicherung für den Tourismus im Landkreis. „Der TBO wird dieses Projekt forcieren“, verspricht sie den Bauern. „Denn wir wollen das Schlechtwetter-Angebot erweitern – für Kinder gibt es bisher nicht sehr viel.“ Außerdem, so hofft Schultes, bleiben Familien dann vielleicht länger in ihrem Urlaub im Landkreis Miesbach. „Denn für die Eltern erhöht sich der Erholungswert, weil sie ihre Kinder gut aufgehoben wissen.“ Erika Schultes will sich jetzt darum kümmern, dass die Spiel-Stadl-Angebote im Landkreis vernetzt werden. „Vielleicht können wir daraus eine gemeinsame Broschüre entwickeln, und dieses neue, für Kinder attraktive Produkt bewerben.“
Weitere Informationen zu dieser Pressemitteilung unter: Tourismusverband Bayerisches Oberland e.V. Tel. 08026-920700, Fax: 08026-924166, info@tegernsee-schliersee-wendelstein.de
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